Willkommen bei Aveleen Avide
Wer mir eine Frage zum Interview beantworten kann und mir dazu eine E-Mail sendet, der kann Die Lichtermagd von Lena Falkenhagen gewinnen. Wie es geht? Das steht am Ende des Interviews. Das Buch ist handsigniert.
© Eduard Raab
Lena Falkenhagenist Autorin, Lektorin, Korrektorin und Übersetzerin.
Lena Falkenhagen, geboren am 1973 in Celle, lebt und arbeitet in Hannover. Sie haben ein Studium in Anglistik und Germanistik.
Haben Sie das Studium gewählt, weil Sie vielleicht schon immer schreiben wollten?
LENA FALKENHAGEN:
In gewisser Weise war es ein unausweichlicher Schritt auf diesem Weg. Bücher begleiten mich, seit ich vier Jahre alt bin. Wenn mein Großvater zu Besuch kam, hat er mir neue Kinderbücher mitgebracht. Meist war er ganz enttäuscht, wenn ich sie innerhalb einer Stunde ausgelesen hatte. Ich habe Geschichten verschlungen, solange ich denken kann. Der Schritt, seiner eigenen Phantasie durch das Schreiben Ausdruck zu verleihen, ist da nur ein kleiner.
Irgendwann wollte ich die Geschichten nicht nur "im Blut" haben, sondern auch verstehen lernen, wie sie aufgebaut sind; wie die Wirkung von Sprache und Text ist. Das Literaturstudium hat mir den Blick hinter die Kulissen gestattet und mich viel gelehrt.
Aber wer schreiben will, muss nicht Literatur studieren. Lesen ist die Hauptsache. Und ganz viel Schreiben ob veröffentlicht oder nicht.
Sie haben auch dutzende von Spieleprodukten verfasst. Wie kam es zu dieser Arbeit?
LENA FALKENHAGEN:
Das Schwarze Auge hat mich als Spielerin mit viel Phantasie von Anbeginn so inspiriert, dass ich angefangen habe, eigene Geschichten zu schreiben und Spielszenarien zu entwerfen. Mit meinem Engagement bin ich Ulrich Kiesow aufgefallen, dem geistigen Vater dieses Spiels. Der sagte dann eines Tages: "Lena, schreib mir doch Mal einen Roman." Darauf konnte ich nur antworten: "Ulli, damit habe ich längst angefangen ..." Daraus wurde "Schlange und Schwert", mein erster Roman.
In der deutschen Rollenspielszene gilt seit jeher: Wer Visionen hat, kann sich einbringen. Das tue ich nun seit sechzehn Jahren auch wenn meine Arbeit in dem Bereich darunter leidet, da ich jetzt hauptberuflich Schriftstellerin bin. Es bleibt nicht mehr viel Zeit dafür.
Sie schrieben einige phantastische Romane, ehe Sie historische Romane schrieben. Wie kam dieser Genre-Wechsel?

