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Suzanne Grieger-Langer ist Autorin, Diplom-Pädagogin, Coach und Profiler.

Suzanne Grieger-Langer

Sie sind Diplom-Pädagogin und verfügen über eine langjährige Erfahrung in der ambulanten und stationären Psychotherapie (u.a. mit polyvalent Abhängigen und dissoziativen Identitätsstörungen).
Für alle die es nicht wissen sollten, was sind: polyvalente Abhängigkeiten und dissoziative Identitätsstörungen, was ist das?

Suzanne Grieger-Langer:
Polyvalente Abhängigkeit meint, dass jemand von vielen Drogen gleichzeitig abhängig ist, hier geht es um die ‚harten Drogen’ und nicht eine Mehrfachabhängigkeit von Alkohol, Fernsehen und Schokolade. Es geht um den (umgangssprachlich bezeichneten) ‚Junkie’.

Dissoziative Persönlichkeiten sind Personen, die extreme Gewalt überlebt haben, in dem sie ihre Psyche in verschiedene Einzelteile aufgeteilten. Diese einzelnen Fragmente bekommen dann ein Eigenleben und glauben, für sich separate eigenständige Personen zu sein. So ist es nicht ungewöhnlich, dass in einem Menschen mit der so genannten dissoziativen Identitätsstörung bis zu 50 Innenpersonen leben, die unterschiedlichen Alters und unterschiedlichen Geschlechtes sind. Aus diesem Grund nennen wir dieses Phänomen auch ‚multiple Persönlichkeiten’.

Das hört sich verrückt an? – Nun, das war die einzige Chance zu überleben, sich in eine Eigenwelt zu ver-rücken, die es ermöglicht, die erlebte Gewalt aufzuteilen und damit ertragbar zu machen.
Dieses psychische Phänomen setzt eine hohe Intelligenz voraus.

Übrigens: Spezialeinheiten der Armee lernen in ihrer Ausbildung gezielt zu dissoziieren, um Folter zu überleben.

Seit 1993 sind Sie Persönlichkeitstrainerin für Führungskräfte. Wie kommt man zu so einer Tätigkeit und was fasziniert Sie selbst daran?

Suzanne Grieger-Langer:
Ich bin aus dem klinischen Bereich in die Wirtschaft rekrutiert worden. Ein internationaler Konzern war auf meine Graduierungsforschung zur ‚Emotionalen Kompetenz’ aufmerksam geworden und bat mich darum ein Seminar für ihr Management zu konzipieren und durchzuführen.
Das Seminar hat mir sehr viel Spaß gemacht, denn im Gegensatz zu meiner klinischen Arbeit hatte ich es mit Otto-Normal-Neurotikern zu tun und das bedeutete für mich ein lockeres Arbeiten in angenehmer Atmosphäre.
Die Teilnehmer waren auch sehr zufrieden und so hatte ich innerhalb eines halben Jahres die Entscheidung zu treffen, ob ich aus der Klinik (als Therapeutin) in den Konzern (als Trainerin) wechseln wollte. Ich habe mich dann dafür entschieden, mich selbständig zu machen.

Mich fasziniert an meiner Arbeit, die Entwicklung von Menschen zu begleiten. Nun habe ich es ja nicht mehr mit schwer psychisch gestörten Menschen zu tun. Doch mit Menschen, die an langen und mächtigen Hebeln sitzen und damit schwere Störungen verursachen können, wenn sie nicht Acht geben.

Seit 1999 sind Sie Dozentin für zukünftige Führungskräfte in Kommunikation und Führung an der FH Osnabrück. Seit 2001 sind Sie Profiler und seit 2006 Ausbilderin für Profiler (teaching master of personality profiling).
Profiler kennt man aus Krimis und Thrillern, was genau machen Sie beim Profiling in der Wirtschaft?

Suzanne Grieger-Langer:
Neben der Kriminalistik (hier sucht man Täter), ist mittlerweile die Wirtschaft und
darin der gesamte HR-Bereich (hier sucht man Kandidaten und Potentiale) das
Hauptbetätigungsfeld eines Profilers.
In der Wirtschaft sucht man über ein Profiling
1. Den geeigneten Kandidaten zu finden - hier sind wir im so genannten Recruitment, der Bewerberauswahl.
2. Die gesuchten / erwünschten Potentiale zu erkennen und entsprechen zu fördern - hier sind wir in der Personalentwicklung.
3. Den Gesprächspartner in seinen Vorlieben und Charaktereigenschaften ‚auszuspionieren‘, um in Verhandlungen einen Vorteil zu erzielen - hier sind wir im großen Bereich der Geschäftsverhandlungen und auch in der Politik.

Im Film sehen Sie es so:
Trotz hartnäckiger Ermittlungsarbeit, kann die Polizei den Serienvergewaltiger Ihres Kopierers nicht finden. Doch sie haben noch einen Trumpf in der Hand: den Profiler! Einen hoch qualifizierter Spezialagenten, der den Feldwaldundwiesenkriminalisten auf die Sprünge hilft.
Der Profiler steht dann ein paar Minuten am Tatort herum, runzelt die Stirn, inspiziert
nachdenklich die Umgebung, schnüffelt am Toner und verkündet souverän: „Suchen Sie nach einem Mann, weiß, zwischen 20 und 30, ledig. Von Beruf Verwaltungsangestellter. Lebt allein, hat einen Mutterkomplex und war früher Bettnässer.“
Auch wenn es sich in Akte X und CSI gut macht und imposant aussieht - ist dieses
Szenario reiner Blödsinn. Die Realität ist eine andere!

Profiling - richtig gemacht - ist eine exakte Wissenschaft. Es verlangt akribische
Arbeit, basierend auf feststehenden Formeln und exakten Berechnungen.
Die Profiling-Methoden von heute erinnern an die diagnostischen Techniken der modernen Medizin - suchend, immer wieder zu neuen Grenzen vorstoßend, unablässig Anzeichen interpretierend, die Hinweise auf Charaktere und deren (zukünftiges) Verhalten liefern.

Die Arbeit eines Profilers besteht darin:
1. Die vorhandenen Daten und Informationsfragmente nach den zentralen Puzzleteilen zu durchforsten bzw. diese anderweitig zu finden,
2. Das Charakter-Puzzle fachmännisch zu vervollständigen und
3. das Phantombild des Charakters lebendig werden zu lassen; also interpretieren zu können, wie diese Charakterstruktur im echten Leben reagiert.

Das Thema Coaching und Persönlichkeitstraining sind super spannende Themen. Würden Sie ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern?

Suzanne Grieger-Langer:
Das darf ich natürlich nicht, denn die Damen und Herren der oberen Entscheidungs-Etagen bestehen nicht ohne Grund auf äußerste Diskretion. Sie können sich vorstellen, dass das Wissen um bestimmte Ängste, Schwierigkeiten und Unfähigkeiten des Managements von börsendotierten Unternehmen in den falschen Händen ein ziemliches Chaos auslösen kann.

Sie sind auch Reikimeisterin. Viele verbannen das ins Reich der Esoterik. Wie passt das zu Ihren anderen Ausbildungen?

Suzanne Grieger-Langer:
Nun Reiki war für mich die Kehrtwende. Vormals wollte ich Juristin werden und dann ‚verschleppte’ meine Mutter mich in einen Reikikurs. Das war die Initialzündung, mich mit mir selbst genauer zu beschäftigen.
Im Reiki-Umfeld laufen tatsächlich viele Esoteriker herum. Doch die ‚Normalos’ sind nicht in der Unterzahl – sie fallen nur nicht so auf.

Was lesen Sie zur Zeit?

Suzanne Grieger-Langer:
Ich lese immer mehrere Bücher gleichzeitig – Fachliteratur und ‚Spaßliteratur’ parallel. Momentan sind das Byron Katie ‚Lieben was ist’, Bärbel Wardetzki ‚Weiblicher Narzissmus’, die Biographie von George Michael ‚Bare’ und die Gesamtausgabe ‚Hägar der Schreckliche’.

Wenn Sie verreisen, wo reisen Sie gerne hin und was ist für Sie an einem Urlaubsort wichtig?

Suzanne Grieger-Langer:
Wellness – ich bin ein Wellnessfan!

An welchem Buch arbeiten Sie derzeit? Wissen Sie schon, wie er heißen wird? Und dürfen Sie schon ein wenig darüber verraten?

Suzanne Grieger-Langer:
Ich arbeite momentan an zwei Projekten parallel: Profiling & Machtspiele.

Ein Buch schreibe ich zum Thema Profling, in dem ich die Methoden und Möglichkeiten der Branche unter die Lupe nehme. Dies wird eine lesefähige Auskoppelung meiner Promotion sein.

Und eine Buchreihe zum Themenkomplex: Machtspiele, Machtspieler und wie man ihnen wieder entkommt.
Einer der Titel lautet: ‚Die Tricks der Trickser’.
Der Leser erhält die Chance, Machtspiele frühzeitig zu erkennen, um rechtzeitig aussteigen zu können. Und es wird aus ProfilerSicht so manchen Tipp geben, wie man einen typischen Trickser erkennen kann, bevor man sein Opfer wird.

Wie viele Manuskripte mussten Sie versenden, bis ihr erstes Buch bei einem Verlag angenommen wurde? Wie war der Vorgang?

Suzanne Grieger-Langer:
Ich hatte mich im Vorfeld erkundigt bei welchem Verlag mein Buch inhaltlich und fachlich gut passen könnte und hatte zwei Verlage in die engste Wahl genommen. Beiden habe ich mein AutorenExposee geschickt, beide haben mich zum Besprechungstermin eingeladen.

Der bekanntere Verlag hat bereits in der ersten Besprechung begonnen inhaltlich ‚reinzureden’ – „Schreiben Sie das so, strukturieren Sie so...“ – Nach einer halben Stunde Gespräch bin ich aufgestanden und habe gesagt, dass wir nicht miteinander arbeiten werden. Schließlich bin inhaltlich ich der Experte und nicht der Verlagsmanager.

Der ältere, wenn auch weniger bekannte Verlag war und ist eine echte Stütze!
Hier bekomme ich völlig ungezwungen Tipps und Erklärungen. Niemand hat mir inhaltlich reingeredet. Man hat mich auf Hürden hingewiesen, erklärt was welche Vor- und Nachteile hat und mich dann selbst wählen lassen. Wann immer ich Fragen habe, kann ich anrufen und so werden auch noch weitere Bücher von mir dort erscheinen.

Noch etwas – auch wenn so mancher PRler behauptet, dass bestimmte Verlage besonders wichtig wären, glaube ich daran nur wenig. Für mich als Unternehmerin hat es weit mehr gebracht, dass mein Verlag bereit war, mein Corporate Design für mein Buch zu übernehmen. So ist mein Buch in meinen Farben, in meiner Hausschrift etc. erschienen. Da sage ich nur „Danke!“

Die 7 Säulen der Macht

Hier finden Sie weitere Informationen:
Die 7 Säulen der Macht: Kommunikation, Standfestigkeit, Ethik, Selbstkontrolle, Wissen, Leidenschaft, Liebe

In „Die 7 Säulen der Macht“ geht es um (lt. Amazon.de):

Ob professionell oder privat - alle wollen Macht, auch wenn nur wenige es offen zugeben. So mancher befindet sich in einer machtvollen Position. Doch kann jeder auch mit der Macht umgehen, die ihm in die Hände gelegt wurde? Zu oft haben wir erlebt, dass jemand seine Macht ausnutzt. Welche persönlichen Qualitäten braucht man, um Macht verantwortungsvoll und positiv einsetzen zu können?
Wie kann man sich selbst und seine Mitmenschen besser einschätzen?
Wie erreicht man als Führungskraft mehr Eigeninitiative, Eigenverantwortung und Eigenmotivation bei seinen Mitarbeitern?
Mit den 7 Säulen der Macht - Standfestigkeit und Leidenschaft, Selbstkontrolle und Liebe, Kommunikation, Wissen und Ethik - beschreibt Suzanne Grieger-Langer, wie sich persönliche Stärken und das Geheimnis wahrer Macht entdecken lassen. Auf diesem Weg ist es möglich, von der Führungskraft zur Führungspersönlichkeit zu reifen...

Wie kamen Sie auf die Idee zu „Die 7 Säulen der Macht“?

Suzanne Grieger-Langer:
Seit 1996 arbeite ich mit diesem Konzept.
Die Inspiration dazu entnahm ich einem Artikel von Claude Steiner. In wenigen Zeilen dachte er die 7 Chakren als Schutz vor Ausbeutung an. Die Chakrenqualitäten als Schutz vor dem alltäglichen Machtmissbrauch? - Ich war begeistert!

In meiner Ausbildung zur Reikimeisterin war ich über Jahre in der Chakrenarbeit ausgebildet worden. Neu war mir der Gedanke, dies außerhalb einer uralten japanischen Entspannungs- und Heilmethode zu tun. Die Idee ließ mich nicht mehr los!

Als Persönlichkeitstrainerin bin ich täglich mit den Themen von Führungskräften beschäftigt. Immer mehr Parallelitäten und AHA-Effekte taten sich mir auf: Ich beobachtet, dass es den Führungskräften weniger an Techniken und Methoden mangelt. Das Problem ist, dass sie sich oft genug selbst im Weg stehen.
Wenn aber Konfliktpunkte und Störquellen in der Person selbst liegen, gilt es eine Komplexität zu bewältigen – der kein Zweitagestraining gerecht werden kann. Hier handelt es sich um einen monatelangen Prozess.
Langsam formte sich die Idee von einem Jahrestraining zu den 7 Säulen der Macht.

Ich diskutierte die Idee mit Kollegen und Trainingsteilnehmern. Der Inhalt war gefragt – mehr noch, die Teilnehmer waren begeistert.
Doch schnell wurde deutlich, dass die alte Chakrenlehre zu angestaubt und esoterisch anmutete, als dass man sich als modernen Manager damit auseinander setzen wollte.
Also begab ich mich an die Übersetzung des jahrtausende alten Stoffes für Führungskräfte von heute. Eine Methode war gefragt, die sowohl über eine klare Sprache und graphische Darstellbarkeit verfügt als auch genug Tiefgang liefert, um einer Persönlichkeitsentwicklung gerecht zu werden. Die Wahl fiel mir nicht schwer, war ich doch bereits in fortgeschrittener Ausbildung zur Transaktionsanalytikerin.

Mittlerweile sind die 7 Säulen der Macht eine eingetragene Marke und ein Hauptteil meiner Berufstätigkeit.

Wie gingen Sie an die Gliederung für „Die 7 Säulen der Macht“ heran?

Suzanne Grieger-Langer:
Die Gliederung ergab sich aus dem Konzept an sich. Zudem habe ich diese Inhalte schon viele Male in Seminaren trainiert und in Vorträgen präsentiert – das hilft sehr, die Idee für den Leser mundgerecht zu gestalten.

Wo schreiben Sie am liebsten?

Suzanne Grieger-Langer:
Ich bin eine typische Cafehaus-Schreiberin. Das Gewusel und typische Gelärm eines Cafes, einer Bar oder neuerdings eines Coffeeshops inspirieren mich. Und – ganz wichtig – die Versorgungslage ist geklärt. Beim Bücherschreiben mag ich es gar nicht, mich selbst versorgen zu müssen. Ich konzentriere mich gern ausschließlich auf den Prozess des Schreibens, der für mich einen stetigen Wechsel zwischen Muße und Anregung braucht.

Es mag auch sein, dass ich durch meinen Beruf vorgeprägt bin, denn ich bin als Trainerin und Profiler im gesamten deutschsprachigen Raum unterwegs und damit zwangsläufig in Hotelsbars, Restaurants und Cafes. Dort ist dann auch meine einzige freie Zeit auf Tour – freiwillig und unfreiwillig. Um diese Zeit sinnvoll zu nutzen sortiere und notiere ich dort gern meine Gedanken – so kam es zum Buchschreiben.

Hören Sie auch Musik beim Schreiben und wenn ja, welche, oder brauchen Sie absolute Stille?

Suzanne Grieger-Langer:
Ich mag gern Loungemusik im Hintergrund. Besser aber ist die gesamte Geräuschkulisse eines Cafes oder die eines Freibades – sehr zu empfehlen!

Welchen Tipp hätten Sie für angehende Autoren, die ein Sachbuch veröffentlichen möchten?

Suzanne Grieger-Langer:
Just do it your way!
Es ist ja Ihr Buch – das sollte es von der ersten bis zur letzten Zeile auch bleiben. Haben Sie den Mut mal anders an das Thema heran zu gehen, als es ‚die Anderen’ tun – dann wird Ihr Buch etwas Eigenes.

Vielen Dank, Suzanne Grieger-Langer, für das Interview.

Kommenden Freitag stelle ich ein Interview mit Claudia Toman online.

Gitta heißt die Gewinnerin von: "Die 7 Säulen der Macht" gewinnen möchten. Sobald mir die Adresse vorliegt, versende ich das Buch. GRATULATION Gitta!

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Das war Aveleen Avide
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